Wasser aus Piensk reicht auch für die Feuerwehr

Quelle: sz-online/Sächsische Zeitung Mittwoch, 2. März 2011
Neißeaue/Piensk
Das gemeinsame Projekt zur Versorgung mit Trinkwasser der Gemeinden Piensk (Penzig) und Neißeaue ist vom polnischen Lenkungsausschuss als förderwürdig eingestuft. Wie aus dem Rathaus von Piensk weiter zu erfahren war, wird der Fördermittelantrag noch in diesem Monat erwartet. Danach sollen die Ausschreibungen auf polnischer Seite beginnen.
Um die Sanierung des Wasserwerkes Piensk und die Überleitung nach Neißeaue beginnen zu können, machte sich eine Fortschreibung der Wasserversorgungskonzeption der Gemeinde Neißeaue für die Jahre 2011 bis 2020 notwendig. Dieser gaben jüngst die Gemeinderäte ihre Zustimmung.
Wichtiger Bestandteil ist die Gewährleistung der Löschwasserversorgung. Thomas Renner, Planer für die deutsche Seite, bestätigte das. Das Wasser erreicht mit einem Druck von acht Bar die Neißegrenze. Dort wird es in das Trinkwassernetz der Gemeinde eingespeist.
Vorgesehen ist, nach dem Bau 2012/2013 im Jahr 2013 die Ortsteile Zodel, Groß Krauscha, Neu Krauscha und Emmerichswalde mit Trinkwasser aus Piensk zu versorgen. Deschka und Zentendorf sollen ab 2018 Trinkwasser aus Polen bekommen. Bis dahin läuft noch der Versorgungsvertrag mit den Stadtwerken Rothenburg.

Radweg Biesnitz – Kunnerwitz schon gut zu erkennen

Von Ralph Schermann
Quelle: sz-online/Sächsische Zeitung Mittwoch, 6. Oktober 2010

ruettelplatte

Der lange erwartete Bau geht gut voran. Sollte das Wetter mitspielen, kann er im November fertig sein.
Seit vielen Jahren wurde er gewünscht, gefordert, geplant und verschoben – seit vier Wochen wird der Radweg zwischen Biesnitz und Kunnerwitz nun Realität. Er wird parallel zur Straße gebaut, die Fahrbahn selbst indes ist davon nicht berührt. Während die Radler künftig flott davonkommen, bleiben den Kraftfahrern die leidigen Schlaglöcher noch erhalten.
„Wir haben die Strecke des Radweges in drei Bauabschnitte geteilt“, sagt Ines Bunzel vom Sachgebiet Straßen- und Tiefbau der Görlitzer Stadtverwaltung. Der Bau startete mit dem Abschnitt, der in der Friedersdorfer Straße am Ortsausgangsschild hinter dem letzten Haus von Biesnitz beginnt und am Kunnerwitzer Ortseingangsschild endet. Hier wurde bereits der Mutterboden abgetragen, es wurde Vlies verlegt und damit eine Bodenverbesserung vorgenommen.
Aufbau in vielen Schichten
„Zurzeit läuft die Herstellung des Radwegeplanums“, bestätigt Stadtsprecherin Kerstin Gosewisch. Und in diesen Tagen erfolgen bereits erste Plattendruckversuche. „Nach der ausreichenden Festigkeit des Unterbaus erfolgt dann der weitere Aufbau des Geh- und Radweges“, ergänzt sie. Gemeint sind damit der Einbau einer Frostschutzschicht, einer Schottertragschicht und letztlich der Asphaltdecke.
Zwischen Straße und Radweg bleibt der vorhandene Graben erhalten. Außerdem sollen zwischen Graben und Radweg 61 Feldahornbäume gepflanzt werden. „Das ist eine Auflage, weil durch den Radwegbau Flächen versiegelt werden“, erläutert Bauingenieurin Ines Bunzel. Falls kein früher Winter einbricht, sollen Radwegbau und Baumpflanzung bis November abgeschlossen sein.
Für den ersten Bauabschnitt hat die Firma LES-Unternehmung aus Zittau für 98800 Euro den Zuschlag für die Straßen- und Tiefbauarbeiten bekommen. Inklusive Planung, Vermessung und aller sonstigen Ausgaben kostet der Rad- und Gehweg 144000 Euro. Der Neubau ist im ersten Abschnitt rund 600 Meter lang und 2,50 Meter breit. Aus Richtung Biesnitz kommend verläuft er rechts neben der Straße und quert diese rund 30 Meter vor Kunnerwitz. „Das lässt sich leider nicht vermeiden“, erläutert Ines Bunzel. Zur Erleichterung der Querung soll aber eine Verkehrsinsel gebaut werden. Insgesamt entsteht ein Rad- und Gehweg für eine Nutzung in beiden Richtungen.
In zwei weiteren Bauabschnitten soll später die Fortführung bis zur Kreuzung mit der S111 (Richtung Weinhübel) erfolgen, ebenso eine Anbindung bis zum Biesnitzer Burghof. Für diese beiden Bereiche gibt es aber bisher noch keinen Zeitplan, auch sind noch einige Grundbesitzfragen ungeklärt. Gefordert wird aus dem Technischen Ausschuss aber schon jetzt ein niveaugleiches Anbinden der zahlreichen Grundstückseinfahrten, um den Radfahrern eine „Berg- und Talfahrt“ zu ersparen.
Übrigens: Die Ampel auf der Straße nach Kunnerwitz hat nichts mit dem Radwegbau zu tun. Sie dient der Absicherung der Verlegung einer Schmutzwasserleitung. Aus diesem Grund dürfen derzeit Fahrzeuge nur mit maximal 50 km/h an dieser Baustelle vorbeifahren.

Radweg nach Kunnerwitz wird gebaut

Von Ingo Kramer
Quelle: sz-online/Sächsische Zeitung Donnerstag, 26. August 2010

radweg

Seit Jahren ist er im Gespräch, ab 6. September aber soll er tatsächlich Realität werden: der Rad- und Gehweg zwischen Biesnitz und Kunnerwitz. Er wird parallel zur vorhandenen Straße gebaut. Die Straße selbst wird während der Bauphase aber nicht berührt.

„Wir haben die Strecke in drei Bauabschnitte geteilt“, sagt Ines Bunzel vom Sachgebiet Straßen- und Tiefbau bei der Stadt. Los geht es mit dem Abschnitt, der in der Friedersdorfer Straße am Ortsausgangsschild hinter dem letzten Haus von Biesnitz beginnt und am Kunnerwitzer Ortseingangsschild endet. Der zweite Abschnitt wird innerhalb von Biesnitz bis zum Burghof verlaufen, der dritte innerhalb von Kunnerwitz bis zur Kreuzung Weinhübler Straße. Diese beiden Bereiche sind in der Vorplanung schon mit berücksichtigt worden. Für sie gibt es aber bisher weder einen Zeitplan noch eine Finanzierung. Auch Grundbesitzfragen sind bisher noch nicht geklärt.

Für den ersten Bauabschnitt hingegen hat der Technische Ausschuss gestern einstimmig den Zuschlag erteilt. Demnach wird die Firma LES-Unternehmung aus Zittau für 98800 Euro die Straßen- und Tiefbauarbeiten ausführen. Drei Viertel dieser Summe kommen über das sogenannte Entflechtungsgesetz vom Freistaat Sachsen, die restlichen 24700 Euro muss die Stadt aus Eigenmitteln beisteuern. Inklusive Planung, Vermessung und aller sonstigen Ausgaben kostet der Rad- und Gehweg 144000 Euro. Der Rad- und Gehweg ist im ersten Bauabschnitt rund 600 Meter lang und 2,50 Meter breit. Aus Richtung Biesnitz kommend, wird er an der rechten Seite der Straße verlaufen. Rund 30 Meter vor Kunnerwitz quert er die Straße. „Das lässt sich leider nicht vermeiden“, erläutert Ines Bunzel. Zur Erleichterung der Querung soll aber eine Verkehrsinsel errichtet werden.

61 Ahornbäume sind geplant

Zwischen Straße und Radweg bleibt der vorhandene Graben erhalten. Außerdem sollen zwischen Graben und Radweg insgesamt 61 Feldahornbäume gepflanzt werden – und zwar entlang der gesamten Strecke zwischen dem kleinen Parkplatz in der Senke bis zum Ortseingang von Kunnerwitz. Weitere elf Feldahornbäume werden anderswo gesetzt. „Das ist eine Auflage, weil durch den Radwegbau Flächen versiegelt werden“, erläutert die Bauingenieurin.

Falls kein früher Wintereinbruch dazwischenkommt, sollen Radwegbau und Baumpflanzung bis November abgeschlossen sein.

Neiße-Radweg bei Leuba wird 2011 gebaut

Von Elke Fugmann
Quelle: sz-online/Sächsische Zeitung Mittwoch, 30. Juni 2010

Noch klafft eine Lücke im über 465 Kilometer langen Oder-Neiße-Radweg von der Neißequelle bis hin zur Ostsee in Leuba. Doch schon im nächsten Jahr ist für das fehlende Teilstück im Ostritzer Ortsteil der Baubeginn geplant. Damit wird ein weiterer Abschnitt des Radweges zwischen Zittau und Görlitz fertig.
Noch aber müssen die Radfahrer den Radweg bei Leuba verlassen und auf die B99 ausweichen. Das aber ist durch den unübersichtlichen Straßenverlauf mit vielen engen Kurven und einem hohen Anteil an Lkw- Verkehr oftmals gefährlich. Daher soll schnell die Lücke durch einen Trassenneubau über die Neißewiesen östlich der B 99 geschlossen werden.
In diesem Bereich plant die Landestalsperrenverwaltung (LTV) den Bau von Hochwasserschutzanlagen. Ein neuer Deich ist als Schutz für den Ort vorgesehen. Dieser soll teilweise auch für den neu zu bauenden Radweg genutzt werden. Die Landestalsperrenverwaltung ist zugleich Bauherr für Radweg und Deich.
„Zwei Varianten sind geplant. Entweder führt der neue Radweg auf der Deichkrone oder auf dem Deichverteidigungsweg entlang“, sagt Thomas Renner, als Chef des Görlitzer Ingenieurbüros Renner ist er für die Planung des Projektes verantwortlich. Sein Auftraggeber ist das Amt für Hoch- und Tiefbau in Görlitz. „Die Vorbereitungen für den Baubeginn laufen“, sagt Renner. Derzeit werden die dafür erforderlichen Genehmigungen eingeholt. Der Baubeginn ist für 2011 geplant. Geprüft wird unter anderem, inwiefern Hochwasserschutzanlage und Radweg zusammenpassen. Haben sich der Kreis Görlitz und die LTV über die Variante abgestimmt, wird die Radwegtrasse entsprechend umgesetzt.
Im Zusammenhang mit dem Bau des Radweges entstehen auch zwei neue Brücken. Beide führen über den Mühlgraben. Eine wird dabei eine Spannweite von 20 Metern, die andere von elf Metern haben. Laut Renner ist der Radweg voraussichtlich 2,50 Meter breit. Die Radfahrer befahren dann künftig die Trasse auf einer Asphaltdecke. Der Landkreis Görlitz beteiligt sich an den Kosten. Diese betragen für das gesamte Objekt circa 590 000 Euro, wobei die Summe bereits als Bestandteil des Haushalts fest eingeplant ist.
Ein weiteres Radwegprojekt soll übrigens noch in diesem Jahr im Herbst bei Kunnerwitz verwirklicht werden. Im Auftrag der Stadt Görlitz wird dort dann ein ortsverbindender Geh- und Radweg gebaut.

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